Hirtenhäuschen


Klein und unscheinbar – dennoch mit einer kaiserlichen Geschichte. Und ein

Schauplatz des Verbrechens

das Hirtenhäuschen in der Lichtenthaler Allee.

Hirtenhäuschen

Doch immer schön der Reihe nach.

Das kleine Haus, 1793 als Hirtenunterkunft erwähnt, lag im 19. Jahrhundert direkt an der Strecke, die Kaiserin Augusta, die Gemahlin Kaiser Wilhelms I. während ihrer häufigen Aufenthalte in Baden-Baden auf dem Weg zum Kloster Lichtenthal zu nehmen pflegte. 1859 erwarb Wilhelm I., damals noch Prinzregent, das Häuschen als Rastplatz für seine Gemahlin für die stolze Summe von 2000 Gulden. Schon damals waren die Immobilienpreise in Baden-Baden offensichtlich überdurchschnittlich entwickelt.

Büste Kaiserin AugustaIm August 1861 verübte der Student Oskar Becker ein Attentat auf Wilhelm I., den damaligen Preußenkönig. Wilhelm I. wurde nur leicht verletzt. Eine der beiden Kugeln streifte ihn am Hals leicht, die andere schlug in einen Baum neben dem Kaiser ein. Bereits am Abend konnte er sich der zahlreich herbeigeeilten Badener Bevölkerung vom Balkon des „Maison Messmer“ zeigen.

Die Statue Wilhelms I., der später zum Kaiser des Deutschen Reiches gekrönt wurde, steht heute vor der Trinkhalle Baden-Badens, die Büste der späteren Kaiserin Augusta neben dem Museum Frieder Burda. Bei blieben der Stadt noch lange verbunden.

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