Mit dem Forstamt unterwegs – Der Stadtforst und die Trockenheit – Teil 1

Zu einer spannenden Rundfahrt hatte heute das Forstamt, pardon, Fachgebiet „Forst und Natur“ geladen. Die in diesem Jahr schon länger anhaltende Trockenheit und Hitze hat auch im Wald bereits deutliche Spuren hinterlassen. Mit von der Partie waren Bürgermeister Alexander Uhlig, Amtsleiter Thomas Hauck, Andreas Kiesinger und Robert Lang standen neugierigen Fragen Rede und Antwort.

Die anhaltende Trockenheit und Hitze macht auch den Bäumen im Wald zu schaffen

Die seit Wochen anhaltende Trockenheit und Hitze macht nicht nur den Menschen, sondern auch den Bäumen im städtischen Forst ordentlich zu schaffen. Wie Andreas Kiesinger vom städtischen Forstamt erläuterte, sind Buchen stärker betroffen als Eichen, die tiefer wurzeln und somit länger Wasser aus der Tiefe ziehen können.

Trockenheit

Trockenheit: Manche Baumarten wie die Fichte oder die Buche leiden stärker, als beispielsweise die Eiche
Foto: Peter Dippold

Die gestressten Bäume stehen bildlich gesprochen vor der Frage, Verhungern oder Verdursten. Da ausgewachsene Bäume über Nährstoffreserven verfügen, wird die Verdunstung über die Blätter unterbunden, die Blätter werden zunächst braun und dann abgeworfen. Mitten im Sommer sieht der Wald an manchen Stellen aus, wie im Herbst. Die möglichen Folgen wird man im nächsten Jahr beobachten (müssen), gerade junge Bäume ohne ausreichende Reserven drohen abzusterben. Als einzige Gegenmaßnahme können lediglich standortgerechte Mischwälder entwickelt werden, die länger anhaltenden Trocken- und Hitzeperioden besseren Widerstand entgegensetzen können. „Der Klimawandel ist ein Fakt“, so Andreas Kiesinger.

Amphibientümpel im Wald

Der Amphibienteich

Der Amphibienteich macht auch den Hunden bei dieser Hitze Spaß
Foto: Peter Dippold

Eine Maßnahme des Amtes „Forst und Natur“ besteht darin, an entsprechend geeigneten Stellen mit tonhaltigem Boden im Wald gezielt Amphibientümpel anzulegen um Lebensraum für Frösche, Kröten und Molche zu schaffen. Gefährdete Arten wie die Gelbbauchunke, aber auch Grasfrösche, Feuersalamander, Kreuz- und Wechselkröten sind auf diese Lebensräume angewiesen. In diesem Jahr sollen dank einer Förderung der EnBW „Impulse für die Vielfalt“ an sieben weiteren Standorten zusätzliche Amphibienteiche angelegt werden und versandete oder zugewachsene Teiche wiederhergestellt werden. Gefördert werden die Maßnahmen zu maximal 90%.

Demnächst: Teil 2: Bankettpflege und Brunnen im Wald

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