DIE BILDER DER BRÜDER

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Ab 18.5.2020 sind Besuche aus touristischen Gründen in Baden-Baden wieder möglich.

Ferienwohnung Nähe Festspielhaus und Innenstadt

Innenstadtnah und dennoch am Waldrand gelegen. Knapp 700 Meter sind es von uns bis zum Festspielhaus, etwa 300 Meter bis in den Baden-Badener Stadtwald mit Wanderwegen rings um die Stadt und in die Umgebung. Auch die Museen der Stadt haben unter Beachtung der Hygieneregeln wieder geöffnet.

Natur und Kultur in Baden-Baden

Baden-Baden bietet seinen Gästen eine einzigartige Mischung von Natur- und Kulturerlebnissen. Raus aus de Alltag – Für erholsame und abwechslungsreiche Tage.

Unsere Ferienwohnung bietet Platz für zwei Erwachsene. Der Zugang ist kontaktfrei über eine Schlüsselbox am Haus möglich, Desinfektionsmittel stehen kostenfrei zur Verfügung. Seit 2017 durften wir Gäste aus über 40 Nationen und allen Kontinenten begrüßen. Wir freuen uns darüber, dass wir nach Monaten des Stillstands endlich wieder Gäste empfangen dürfen. Zur Website mit Kalender und Buchungsanfrage hier klicken.

Eine Sammlungsgeschichte der Familie Burda – Museum Frieder Burda – 12.5. bis 4.10.2020

Eine Ausstellung mit Meisterwerken des Expressionismus aus den drei Sammlungen Frieder, Hubert und Franz Burda. In einer Inszenierung des amerikanischen Malers Carl Ostendarp.

Was die Eltern Aenne und Franz Burda sammelten, förderte die Begeisterung der drei Brüder Franz, Frieder und Hubert für die Kunst. Eine Leidenschaft fürs Leben entstand. Gesichter leuchten in starkem Pink, Körper räkeln sich in grellem Gelb, bunte Landschaften breiten sich vor dem Betrachter aus, schwarze Ränder fassen die Flächen holzschnittartig ein: Es ist der deutsche Expressionismus,dem die Farben ihre Emanzipation von den Dingen und der Wirklichkeit verdanken, der sie in den Dienst des unmittelbaren subjektiven Ausdrucks von Emotionen, von Seelenwelten und Welterfahrung stellt. Von Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff und Gabriele Münter bis hin zu Max Beckmann: Es ist genau auch der deutsche Expressionismus, dem die drei Brüder Franz, Frieder und Hubert ihre erste Begegnung mit Kunst verdanken. Die Sammlung der Eltern,beide erfolgreiche Verleger und Medienunternehmer in Offenburg, lässt sie die unmittelbare Macht der Farben erleben –als ein Versprechen auf eine faszinierende Welt hinter und mit den Bildern. Und gleichzeitig bestärkt und befeuert die Sammlung die drei Brüder auch, sich vom elterlichen Erbe zu emanzipieren und ihren eigenen Weg in die Kunst ihrer Zeit zu finden.

Die Ausstellung im Museum Frieder Burda spürt den Wurzeln der Sammlungstätigkeit der drei Brüder nach. Damit schlüsselt sie auch auf, was ein Leben mit und für die Kunst bedeuten kann. Sie wurde noch zu Lebzeiten von Frieder Burda geplant und spiegelt seinen großen persönlichen Wunsch wider, die Kunst der drei Geschwister einmal in seinem Museum in einer gemeinsamen Ausstellung zu vereinen. Den Auftakt der Ausstellung bildet das bekannte Gruppenporträt „The Three Gentlemen“ der drei Brüder Burda von Andy Warhol, der amerikanischen Pop Art-Legende, in seinen drei farblich unterschiedlichen Varianten, von denen jeder der Brüder eine erhielt.

Expressiv und farbigist auch die Inszenierung der Ausstellung, die die klassisch weiße Architektur des Gebäudes von Richard Meier der Macht der Farben überantwortet.Dazu wurde der amerikanische zeitgenössische Maler Carl Ostendarp (geboren 1961 in Massachusetts) eingeladen. Seine Wandmalerei baut auf ein ausgeklügeltes Farbkodierungssystem. Gleichzeitig zitiert er einen flächigen Comic-Stil, der die Farbe voll zur Geltung kommen lässt, indem er sie wie eine delikate Glasur über die Wände laufen lässt. Die davor angebrachten Werke erscheinen als zentrale Etappen im Verlauf dieser imaginären Lebenslinien mit all ihren Höhen und Tiefen. Sie fügen sich ein in die spielerisch entstehenden Kurvungen und Amplituden und werden so humorvoll in ihrer Wirkung bereichert und gesteigert. Das gesamte Museum verwandelt sich in einen für den Betrachter erlebbaren, umfassenden Farbkosmos. Ein eigener Raum wird den jungen Besuchern gewidmet sein: Die Kunstwerke werden auf deren Augenhöhe gehängt, wie es auch Andy Warhol für eine seiner Ausstellungen realisiert hat.

Eine Ausstellung über Zeitgeschichte

Alles begann mit der Farbe–das bestätigt Hubert Burda heute, ebenso wie es sein verstorbener Bruder Frieder schon früh und immer wieder aufs Neue betont hat. Hier decken sich individuelle Familien-und Sammlungsgeschichte mit Kulturgeschichte: In Zeiten heutiger Bilderfluten ist Farbe selbstverständlich und allgegenwärtig. Der Beginn des 20. Jahrhunderts und die Moderne sind jedoch von der Emanzipation der Farbe gekennzeichnet. Es begann mit dem Expressionismus. Mit der Werbung und dem Konsum zog sie in das urbane Leben und den Alltag ein. Mit den Medien beherrschte sie diese zunehmend –nicht von ungefähr hieß das bedeutende deutsche Nachkriegsmagazin aus dem Hause Burda BUNTE und war ein Versprechen auf ein farbenfroheres Leben. Und mit der Pop Art wurde dem verführerisch bunten Leben der Warenwelt endgültig gehuldigt. Ein60seitiges Magazin, das der Besucher der Ausstellung kostenlos erhält, verfolgt diese Entwicklungslinie in Text und Bild:Angefangen mit der Erfindung der Vierfarbmassendruck-Technologie durch das Unternehmen Burda, für deren Möglichkeiten man sich von künstlerischen Drucktechniken inspirieren ließ, bis hin zu der Idee, Andy Warhol als Herausgeber der INTERVIEW als Berater für die BUNTE nach Offenburg einzuladen, ausgehend vom Nachkriegsfamilienidyll bis hin zur Ausbildung der einzelnen Karrieren der drei Brüder wird hier die Familiengeschichte der Burdas aufgeblättert. Damit fungiert dieseauch als ein Spiegel deutscher Zeit-und Nachkriegsgeschichte –im spannungsvollen Wechselspiel von Kunst und Medien, Farbe und Leidenschaft.

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag, 10 –18 Uhr
an allen Feiertagen geöffnet

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